Literarischer Salon

6. November 2016

literarischer-salon-im-18-jahrhundert

Ein literarischer Salon war ein zumeist privater gesellschaftlicher Treffpunkt für Diskussionen, Lesungen oder musikalische Veranstaltungen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Neben literarischen und sonstigen künstlerischen Salons gab es auch politische und wissenschaftliche Salons. Träger waren unter anderem einzelne Mäzene oder auch Vereine.


In dieser Tradition will auch die Binger Bühne und der „Literarische Salon Bingen“ ein Treffpunkt sein – allerdings ein öffentlicher – für Lesungen, Musik und gesellschaftlichen Diskurs.
Der literarische Salon Bingen steht für anspruchsvolle Literatur, wobei eine gesunde Mischung aus Lesungen von Gastautoren und Bündelung des regionalen Talents angestrebt wird. Ansprechpartner für den Salon sind:

 300dpiSW Sören Heim
Autor,Journalist
 heim.soeren@gmx.de

Samir Girgis
Verleger
info@girgisverlag.de

 Samir Girgis SW
 Hasso

Hasso Mansfeld Kunstfreund,Förderer
hm@hassomansfeld.com

Martin Rector
Musiker
mr@martinrector.de

 Martin TerrassenCafe SW
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Bernadette Heim Autorin,Journalistin
bernadette.heim@t-online.de

Andrea Conrad Autorin,Grafikerin
andrea-conrad@web.de

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zukunftszuegeErste Veranstaltung des Literarischen Salons am 21.01.2017:

Lesung mit Maria Rosenstein, aus ihrem Roman „Zukunftszüge“

 „In was für einer Zeit leben wir, alle sind auf der Flucht“, stöhnte Katharina.

Flucht und Hoffnung sind zentrale Themen dieses Buches. Deutsche Familien fliehen aus ihrer Heimat Oberschlesien, – aus Angst vor den Russen, die 1944 immer weiter nach Westen vorrücken.

Es sind vor allem Frauen und Kinder, darunter auch Katharina und ihr Sohn Martin. Sie finden im polnischen Lübau, nahe der deutschen Grenze, eine Unterkunft. Noch vor Kriegsende fliehen sie nach Chemnitz. 1953 flüchtet Katharina mit Martin von Ost- nach Westberlin. Der Lärm, das Durcheinander, der Schmutz im Aufnahmelager entsetzen sie beide.

<Sie gingen in den Hof, am Rande standen Bäume. Katharina legte die Arme um einen Stamm, Dankbarkeit durchströmte sie. „Es ist zu kalt, Martin, wir müssen wieder reingehen, – aber wir sind in Freiheit. Vergiss das nicht, mein Kind.“

Die Lesung wird musikalisch umrahmt von der „Jazzakademie Bingen“

Eintritt frei. Beginn 19 Uhr, Einlass ab 18:30 h

 

 


sprache_der_voegel_coverZweite Veranstaltung des literarischen Salons am 17.03.2017:

Literarischer Salon: Länderabend „Afghanistan“ – Veranstaltung zur VHS Reihe „Bingen liest ein Buch 2017“.

Im März 2017 laden Stadtbibliothek, Binger Bühne, KiKuBi, NABU und die Volkshochschule die ganze Stadt ein, das gleiche Buch zu lesen und darüber ins Gespräch zu kommen. Dabei wird nicht nur das Buch zum Stadtgespräch sondern auch zum Anlass für eine ganze Reihe von Rahmenveranstaltungen, die thematisch an Norbert Scheuers Buch „Die Sprache der Vögel“ anknüpfen. An diesem Abend wollen wir Afghanistan näher kennen lernen, das Land, in dem Norbert Scheuers Roman zu weiten Teilen spielt. Dabei wollen wir vor allem das Land hinter den tagespolitischen Schlagzeilen näher erkunden. Landeskundlich geographisch und zeitgeschichtlich, aber vor allem auch aus dem alltäglichen Blickwinkel von Binger Bürgern die aus Afghanistan kommen, oder dort gearbeitet haben. Wie haben sie dieses Land erlebt, das die meisten Deutschen vor 2001 wahrscheinlich erst nach einigem Suchen auf der Weltkarte gefunden hätten? Entdecken sie ihre eigenen Erfahrungen im Roman wieder, oder ist das alles Fiktion?

Die Lektüre des Romans ist keine Voraussetzung für den Besuch dieser Veranstaltung, vielleicht macht sie aber den einen oder anderen aber gerade neugierig auf den Roman „Die Sprache der Vögel“

Zum Buch: Ein vielseitiger literarischer Text um Paul Arimond, einen Sanitäter der Bundeswehr, der in Afghanistan stationiert ist, wo einst schon sein Vorfahr die Universalsprache der Vögel gesucht hat. Aus Pauls Feldlagertagebuch und Rückblenden auf seine Heimat, spannt sich ein feines erzählerisches Geflecht jenseits der Krisengebiets-Newsticker.

Erhältliche im Buchhandel und in der Binger Stadtbibliothek.

Eintritt 5,- € (für 20,-€ auch bei der VHS als Gesamtreihe mit 5 Veranstaltungen buchbar)

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